Time to be single!

Posted in Uncategorized on March 2, 2012 by ladybeckett

Ach, ich mag es, Single zu sein. Es wird eh wieder nicht lange anhalten, ich kenne mich zu gut… Aber so lange es da ist, werde ich es ausreizen.

Ein guter Freund, den ich inzwischen seit… 2008 kenne, hat mich heute um Hilfe gebeten. Sowas mache ich dann auch mal kostenlos, ist sowieso nicht viel Arbeit und da ist mir das dann egal. Naja, als Dankeschön gibt’s trotzdem eine Einladung zum Essen. Ich werde mich so aufbrezeln, einfach weil ich es jetzt darf und so gerne mal wieder eine Gelegenheit hätte, einen auf sexy vamp zu machen. Es wird sowieso nicht lange halten, ich bin seit meinem 16. Lebensjahr nie wirklich ohne irgendeinen Typen gewesen und es ist auch nicht so, dass mich das belastet hätte. Naja, und wenn’s dieses Mal der wird, den ich gerne hätte, ist es sowieso nicht nur irgendein Typ, sondern jemand, für den ich mir Mühe geben werde, und dann gebe ich das alles aus freien Stücken auf und will es nie wieder haben.

Aber bis dahin: Uh, ich bin Single, Leute! <3

Beziehungen und andere Fehler

Posted in Uncategorized on March 1, 2012 by ladybeckett

Gestern war ich mit F. Cocktails trinken. Ausnahmsweise. Er vermutlich, weil er den Mietvertrag zu einer Wohnung unterschrieben hat, die er sowieso nicht bezahlen kann. Ich, weil ich froh war, dass es damit so endgültig wurde. Ich hätte lieber alleine feiern gehen sollen, wenn überhaupt.

(Ich hatte Anfang dieses Jahres diese Situation, in der ich mich für jemand anderen hätte trennen können… Keine Ahnung, ob es dadurch besser geworden wäre, als es jetzt ist, vermutlich nicht. Doch langsam, aber sicher beschleicht mich der Verdacht, dass wir uns das damals viel zu einfach vorgestellt haben.)

Das fing schon so seltsam an. Ich schrieb auf der Hinfahrt mit genau dieser Person, um die ich mich vielleicht wieder bemühen werde, wenn sich der Rattenschwanz durch die Trennung erledigt hat. Wenn, dann richtig und nicht aus emotionalem Wirrwarr heraus. Der Kontakt war mir einfach wichtig in dem Moment, dementsprechend hatte ich das Handy die ganze Zeit draußen. F. wollte entweder mitlesen, wissen, was wir schrieben, mitinterpretieren, generell darüber reden… Ja, klar. Ist der jetzt meine beste Freundin oder was?

Nachdem er mich die meiste Zeit über seine neue Wohnung zugetextet und sich ob des Desinteresses seines neuen Teenagers ausgelassen hatte, fuhren wir wieder nach Hause. Oh, und nach Annäherungsversuchen seinerseits.

Warum das keine gute Idee war? Er bekam irgendwie nicht, was er anscheinend wollte oder auch nicht, das schien er selber nicht so genau zu wissen. Und dann verhielt er sich mir gegenüber wie immer: Drohungen, Beleidigungen, das volle Programm. Blöd, dass ich im Ernstfall am längeren Hebel säße. Das war trotzdem eine Situation, die nicht hätte sein müssen. Ich verstehe nicht, wieso diese Person keine einzige schwierige Konstellation in ihrem Leben würdevoll meistern kann…

Irgendwie sind Beziehungen doch die reinste Zeitverschwendung. Beziehungen und auch sonst alles, was positiv sein könnte, Annäherungen, bezeichnen wir das mal so. Mehr als drei Jahre reichen nicht aus, um sich respektvoll voneinander zu lösen oder überhaupt Respekt vor der anderen Person aufzubauen. Nee, stattdessen wird man noch schön ausgenutzt, und wenn das nichts mehr wird, braucht man sich auf einmal nicht mehr vernünftig zu verhalten. Und dann die Annäherungen. Kaum öffnet man sich ein Stück und lässt zu, wieder etwas für einen anderen Menschen zu empfinden, ist es von heute auf morgen vollkommen egal, ob man lächelnd über einer SMS dieser Person sitzt, das geht ins Leere und interessiert niemanden. Von heute auf morgen. Ja, das macht doch richtig Mut.

Kunstkarriere?

Posted in Uncategorized on February 29, 2012 by ladybeckett

Jemand hat mich heute angesprochen in der Absicht, mir Geld für meine Kunst zu zahlen. Dabei bin ich nicht mal gut, aber es passiert jetzt auch nicht zum ersten Mal, also sollte ich das vielleicht überdenken. Ich kapier’s nicht, ich kapier’s echt nicht. Andererseits, so eine Künstlerkarriere wäre toll. Naja. Karriere. Das wäre jetzt auch übertrieben. Aber trotzdem. Interesting, interesting.

Ich habe ja seit Jahren einen Account in dieser Kunst-Community, die eigentlich dazu gedacht ist, die eigene Kunst an den Mann zu bringen oder sich sowas wie ein Portfolio aufzubauen. Angelegt wurde der damals für die Comics, die Gori und ich im Unterricht gezeichnet haben, wenn wir wieder sexuell frustriert/unterfordert waren oder sonstige schwerwiegende, pubertäre Problemzustände hatten. War mir damals egal, wer die Dinger zu Gesicht bekommt. Heftig eigentlich, wie viel man früher von uns beiden im Netz finden konnte, wenn man wusste, mit welchen Nicks ich unterwegs war. Ich denke da beispielsweise an die Seite, auf der man genauestens nachlesen konnte, mit welchen dummen Aktionen wir die letzten Jahre verbracht haben. Gut, dass ich die bereits vor Jahren eliminiert habe… :D

Naja, mich wundert das trotzdem, dass ich so… wahrgenommen werde. Ich würde sagen, ich kann brauchbare Sachen fabrizieren, wenn man mir Photoshop und eine Kamera zur Verfügung stellt, aber nichts, was wirklich Potenzial hat. (Naja. Die Manchester-Fotos habe ich trotzdem besser hinbekommen als der Fotograf, der die Postkarten dort verkauft hat – meinen Himmel habe ich blau manipuliert bekommen, ohne dass man an den Rändern des Fotos Kardinalsfehler des Photoshoppens erkennt, ätsch! xD) Also, so richtig echtes Picasso-Potenzial habe ich einfach nicht. Gut, Picasso sowieso nicht, den finde ich pfui, also ersetzen wir den meinetwegen mit Nasmith, Lindneux und wie die Künstler nicht alle heißen, die ich toll finde. Wenn man sich dann noch überlegt, was dieser Account bietet… Zeichnungen, die ich gemacht habe, als ich 17 war. Damals saß ich immer abends auf meinem Fensterbrett, bei offenem Fenster, weil ich M. vermisst habe, und habe irgendwelchen Müll fabriziert. Mein Liebling aus der Zeit ist ein Tiger in Kohle und Bleistift, der aber einige Makel aufweist – man erkennt eben, dass es ein Tiger sein soll, aber jeder sagt trotz der Mängel, der sei gut. Freaks. Naja, und dann ist da eben noch meine Fotografie. Wobei ich aus der auch eher einen Physikwettbewerb mache und eher nebenher Botschaften in die Fotos oder ihre Nachbearbeitungen verwebe.

Nein, ernsthaft. Wtf. Gehen wir’s mal durch. Fast hätte mich im September diese Fernsehfirma als Setfotografin gebucht, und die Ansprechperson habe ich kennen gelernt, weil ich abends auf einem Fahrradweg stand, gerade einen hübschen Moment hatte und mit Stativ eine kaputte Zeche fotografiert habe, während der Inhaber mit seinem Hund spazieren war und mich nach Hause begleitet hat, weil dort naturgemäß seltsames Volk unterwegs war und er nicht fand, dass man sowas wie mich alleine rausgehen lassen sollte um diese gottlose Uhrzeit. :D Und jetzt fragt jemand an, ob ich denn auch Kunst verkaufe, man will das Zeug gerne ausstellen. WTF?!

Ego-Booster! :D

By the way: Mir geht’s irgendwie gut. Vielleicht sieht alles gar nicht so düster aus, wie ich es die letzten Tage gesehen habe. Manchmal muss man sich einfach zurücklehnen und die Welt in ihr Verderben rennen lassen, während man selber zusieht und sich eine Runde amüsiert. Aristotelische Katharsis. Man sieht die Fehler der anderen und spürt dadurch, dass man selbst alles andere als arm dran ist. Und natürlich, dass die Probleme der anderen ausnahmsweise nicht auch meine sind. Das ist entspannend.

Wenn ich ehrlich bin, ich genieße es gerade sogar, Single zu sein. Ich könnte wild herumflirten, wie ich das sonst immer getan habe, aber ich brauche das dieses Mal nicht. Mein Selbstwertgefühl stimmt auch so. Schön zu wissen, dass man eine Möglichkeit und genug Größe hat, sie nicht zu ergreifen, weil’s nicht so ganz richtig wäre. Und wenn ich noch ehrlicher bin, hatte ich nach einer Trennung vorher noch nie ein so intaktes Selbstwertgefühl. Was mich darin bestätigt, dass es echt ist, andernfalls gäbe es Augenblicke, in denen ich mir der… Gespieltheit dieses Gefühls bewusst wäre. Außerdem weiß ich die Freiheit zu schätzen. Natürlich ist es bezeichnend, dass die Aussage, ich sei so toll und wäre mit 19/20/21 bereits gefangen meistens von Leuten kam, die F. nicht ausstehen konnten oder ein gewisses Interesse an mir hatten, aber sie stimmt eigentlich. Ich hätte kein Problem damit gehabt, bereits als junge Erwachsene den Lebensgefährten kennen gelernt zu haben, verpasst hätte ich höchstens Dinge, die ich sowieso nie erleben wollte. Aber das war diese Beziehung nicht, das war was Vorübergehendes. Von daher, doch, irgendwie war ich gefangen. Ich würde nicht direkt behaupten, dass Beziehungen generell einengen, aber man kann sich davon sehr schnell einengen lassen, wenn sie nicht laufen und man sich darin selbst völlig verliert.

Gestern hatte ich noch ein Gespräch mit jemandem, in dem es um Einengung und Freiheit in Beziehungen geht. Ich habe währenddessen selbst bemerkt, dass ich inzwischen verdammt viele Freiheiten lassen könnte. Ich find’s beruhigend, dass ich anscheinend nicht beziehungsgestört bin. Auf der Suche bin ich jetzt nicht direkt und ich bin auch nicht dabei, gerade ein “Ziel” ins Visier zu nehmen (es gibt einen Unterschied zwischen “da gibt’s jemanden” und “ich habe ein Ziel”, by the way :D ), aber es ist sehr beruhigend zu wissen, dass ich theoretisch was Neues anfangen könnte, wenn es sich ergibt.

Was für ein blöder Tag…

Posted in Uncategorized on February 28, 2012 by ladybeckett

Nachdem ich mir 2011 zweimal die Hand an meinem Türrahmen kaputtgeschlagen habe, habe ich mir eigentlich abgewöhnt, Gegenstände zu malträtieren, wenn es angemessen wäre. Denn jetzt in diesem Moment wäre es sogar angemessen.

F. hat heute deutlich hörbar in der Küche mit seiner Familie telefoniert. Gott, all diese Lügen. “Die hat sowieso schon wieder einen Neuen!” WTF? Angesichts der Tatsache, dass der Typ gar nichts aus meinem Privatleben weiß, ist das ein ziemlich starkes Stück. Ja, klar, ich bin der Arsch. Natürlich. Und dann die Bemerkung mal wieder von der anderen Seite: “Ja, aber es lief doch finanziell so gut…” Ha, ha. Witzig, Leute. Könnte man sich Liebe kaufen, wäre ich der glücklichste Mensch auf Erden, aber ich bin im Moment ziemlich unglücklich. Denkfehler. War dumm, merkt ihr selber, ne?

Egal, wie richtig man sich verhält, und ich habe mich in den letzten 2 Monaten sowas von durchweg richtig verhalten – man steht doch sowieso wie der Böse da. Ich hätte das Pack einfach auch verarschen sollen, vielleicht wäre dann nicht alles so widerlich gerade.

Schade, dass das einfach nicht meine Art ist.

Meine Eltern stalken meinen Account in einer Künstler-Community. Ich war irgendwann in Stimmung und habe sie drauf angesprochen. Wie die gerade versuchen, sich rauszureden, meine Güte. Ich weiß es doch sowieso schon, was wollen die denn jetzt noch?

Sorry, aber wenn man Scheiße baut, dann sollte man auch einfach dazu stehen. Ich hasse feige Menschen. Und wenn man verschissen hat, sollte man auch dazu stehen und in Würde das Feld räumen.

Und es gibt einen Lieferdienst, bei dem ich jetzt nie mehr bestellen kann, aber der Bote ist selbst dafür verantwortlich. :D Was soll’s, allzu lange bin ich ja nicht mal mehr im gleichen Bundesland. Wow, Veränderungen.

Er: Vorsicht, heiß.

Ich: Jo, kenne ich schon. Die kann das ab. *Hand hochhalt*

Er: Echt?

Ich: Klar. Die werden durch meine Arbeit irgendwann unempfindlich.

Er: Was machst du denn? Hausfrau?

Ich: Nee. Unternehmer.

Er: … eeeeeeecht?

Ich: Mhm. Nix Großes. Klingt cooler, als es ist.

Er: Und? Verheiratet?

Ich: Nee. Single. *denk: Finde ich den jetzt süß? Entscheidung, schnell! Ach, nee… Doch keine Lust drauf gerade… Mal davon abgesehen findest du die Bezeichnung Single gerade viel zu toll.*

Er: Oh… Ja, dann haben die Finger ja wirklich viel zu tun, wenn du Single bist… ;)

Ich: Uhm…? Bitte was?

Er: Naja…

Ich habe mich an meinen Türrahmen geschmiegt, dem den Geldschein hingehalten und in meiner besten Ich-fress-dich-Stimme erzählt, dass die Finger durchaus den ganzen Tag sehr beschäftigt seien… und dann die Tür zugeknallt, bevor der noch denkt, ich meine das ernst.

Meine Güte. Männer. Komisches Getier. :D

Was passiert hier?

Posted in Uncategorized on February 27, 2012 by ladybeckett

Ich habe das Gefühl, dass mir das alles über den Kopf zu wachsen droht. Dafür, was gerade alles passiert, raste ich schon sehr wenig aus, wenn man mal drüber nachdenkt, wie schnell ich früher auf 180 war und sämtlichen Schuldigen die Köpfe abgerissen habe. Aber diese… Ruhe gruselt mich offen gestanden.

Endgültige Trennung von F. ist durch. Der hat das ja sowieso alles hinter meinem Rücken vorbereitet, von daher hat er direkt die nächste Dumme + neue Wohnung. Nein, das wurmt mich jetzt nicht so besonders, aber… Ach, keine Ahnung. Ich versteh’s ja selbst nicht. Sowas ist nicht mein Niveau, sagte heute jemand, der mich besser kennt, als er mich an sich kennen dürfte.

Ja, und von dem will ich mehr, als er momentan geben kann. Oder als er mir geben will. Keine Ahnung. Seine Sache. Fakt ist, es geht nicht. Auch damit gehe ich sehr gelassen um angesichts der Tatsache, dass ich drauf und dran war, mich in jeder Hinsicht für ihn zu entscheiden. Aber ich schätze ihn eben auch als Menschen, unabhängig von Anziehung, die von ihm ausgehen mag. Und die ist durchaus immer noch da. Außerdem verwirrt mich die Sache sowieso. Teils so deutliches Interesse, teils das deutliche Gegenteil.

Der Verlust (Gori) kommt gerade wieder richtig hoch.

Wenn man es mal so sieht: Alles ist beim Alten. Dieser Traumpartner-Blödsinn geht vorne und hinten nicht auf. Wie konnte ich so dumm sein, überhaupt wieder daran zu glauben? Menschen in meiner direkten Umgebung haben es auf Reichtümer abgesehen, die ich gar nicht besitze. Mich überkommt langsam die Angst davor, was passieren könnte, wenn die Stabilität kippt, mit der ich das alles gerade meistere. Was, wenn ich nicht so stark bin, wie alle mir weismachen wollen?

Bei Lichte betrachtet… Die Menschen, die das hätten auffangen können, sind in dieser Form nicht mehr da oder haben einen Rückzieher gemacht.

Ich entwickle immerhin Angst. Angst vor allem. Zugegebenermaßen weiß ich nicht, ob ich selbst gerade bindungsfähig bin… Ich würde das schon hinbekommen, wenn das Gefühl stimmt, aber ich habe echt mal darüber nachgedacht. Das könnte schwierig werden. Ich werde mich nie wieder so sehr aufs Leben einlassen. Das war eine riesige Fehlentscheidung.

Wahrheiten und Tatsachen

Posted in Uncategorized on February 27, 2012 by ladybeckett

BIN ICH EUER GELDAUTOMAT ODER SEHT IHR VIELLEICHT AUCH NOCH EIN MENSCHLICHES WESEN IN MIR, AUF DESSEN GEFÜHLEN MAN NICHT HERUMTRAMPELT ODER SIE ERST HOCHKOMMEN LÄSST, UM SIE DANN DOCH WIEDER FALLEN ZU LASSEN?!

Ich pack’s nicht, ich pack’s echt nicht! Spinnen jetzt eigentlich alle vollkommen?!

F.s Familie hat heute von der Trennung erfahren, war sowieso höchste Eisenbahn. Argumentieren die doch tatsächlich damit, er soll mich nochmal bequatschen, so eine Frau wie mich findet der nie wieder und – jetzt kommt’s. Echt, jetzt kommt’s. Ich sei doch so wohlhabend und könne den versorgen, er soll mich ja nicht gehen lassen und das sei alles seine Schuld, dass ich keine Lust mehr auf diesen Affentanz habe. Ja, schön, ich könnte 10 Menschen finanziell hinterherziehen, wenn ich das wollte, ABER WER ZUR HÖLLE SAGT, DASS DAS MEINE EINZIGE DASEINSBERECHTIGUNG AUF DIESEM GOTTVERDAMMTEN PLANENTEN IST?! Hallo, bin ich eigentlich auch mal was anderes als der Geldautomat oder der Vollidiot, der andere hinter sich herzieht, wenn sie es selber nicht auf die Reihe bekommen?! Ich hab’s einfach die ganze Zeit gewusst, ich bin doch nicht bescheuert und musste mir die gesamten letzten 3 Jahre anhören, wie scheiße ich sei, weil ich immer wieder geäußert habe, dass es denen um mein verdammtes Geld geht.

Ich könnte so KOTZEN!

Naja. Ursprünglich wollte ich mir irgendwie Alkohol organisieren und austesten, wie viel ich trinken muss, bis ich tot umfalle. Okay, tot nicht direkt, aber betäubt wäre echt was gewesen in dem Augenblick. Da ich gerade so in Stimmung war, habe ich mir auch direkt die nächste Chance in den Sand gesetzt, die aber sowieso schon keine mehr war. Ging um eine… hm… Aussprache oder so. Ich war dabei erstaunlich ruhig, obwohl ich in dem Moment gemerkt habe, dass mir diese Sache durchaus wichtig war. Das ließ mich dieser gewisse Schmerz wissen. Aber ich sehe einfach mal davon ab, darum zu kämpfen. Bringt nichts.

And I just ran out of band-aids. I don’t even know where to start. Cause you can’t bandage the damage, you never really can fix a heart. Und so.

Okay. Bla, bla. Kann ich schon irgendwie… Vertrauen aufbauen, da sein, es aussitzen und so weiter, darin bin ich gut. Aber wenn’s nicht erwünscht ist, dann eben nicht. Was soll’s, ich bin gerade sowieso so in Trennungsstimmung, da passte das ganz gut und war sowieso überfällig. Es ist nur so traurig. Er und ich sind sozusagen am gleichen Punkt, wir sind uns so verdammt ähnlich und ich kann mir nach wie vor vorstellen, dass wir gut ins Leben des anderen passen würden. Kein Wunder, dass ich angefangen habe, ihn durch eine ernsthaftere Brille zu sehen.

Ich habe das mit dem Alkohol übrigens gelassen. Vermutlich hätte ich mich mit dem Zeug tatsächlich noch umgebracht, und so dramatisch ist das alles auch wieder nicht. Ich habe gerade Angst, ganz ehrlich. Angst davor, dass ich vielleicht zu viele Gefühle zugelassen habe, ich konnte die Dinger irgendwann nicht mehr unterdrücken und diese… Möglichkeit… wirkte so hoffnungsvoll, so vertrauenserweckend. Ich habe mich voll verrannt, ich hätte wissen müssen, dass ich in Beziehungsfragen nie das Glück greifbar haben werde, das man mir anfangs vielleicht in Aussicht stellt, und dass man vor allem einfach nicht vertraut. War trotzdem schön, sich endlich bei jemandem fallen lassen zu können… Vertrauen wäre so schön, wenn man sich auch darauf verlassen dürfte. Trotzdem hätte ich mich niemals so auf einen anderen Menschen stützen dürfen. Und ich habe gerade auch Angst davor, dass andere immer nur das Geld in mir sehen werden. Dabei verstehe ich das gar nicht. Ich hatte Mitte 2011 einige Monate, in denen ich vermutlich wirklich wohlhabend war. Das ist auch nur “rausgekommen”, weil F. sich verplappert hat. Ansonsten weiß kein Mensch, wie viel ich verdiene, und es passiert trotzdem immer wieder, dass ich sowas rausbekomme. Und das bei einer Frau, das muss man sich mal vorstellen. Es sind doch sonst immer nur Männer, die auf ihr Einkommen reduziert werden.

Ganz ehrlich, scheiß drauf. Keine Beziehungen mehr, ich bin anscheinend vollkommen bindungs- und beziehungssunfähig. Keine Verliebtheiten – die werden auch nur wieder in meinem “Raubtiermodus” enden und die Typen rennen alle schreiend in die andere Richtung. Und Geld bekommen von mir auch nur noch Bedürftige und Menschen, die ich trotz alldem irgendwie liebe.

Attraktivitätspille?

Posted in Uncategorized on February 25, 2012 by ladybeckett

Ich frage mich, ob ich sowas genommen habe, ganz ehrlich.

F. war heute bei seiner Neuen. Soll er mal machen. Mir egal irgendwie. Ich wollte zu den Demonstrationen, die heute deutschlandweit in Gang waren. Seitdem ich die Generika-Sache in Erfahrung gebracht habe, was durchaus ein Weilchen her ist, bin ich ACTA-technisch etwas sensibilisiert. Außerdem finden sich im Internet nur ganz üble Fotos dieser Demonstrationen. Wozu hat man eine SLR-Kamera? ;)

Es war eher eine Partyveranstaltung als eine Demo, muss ich sagen. Und ich kapier’s nicht, dass ich gerade von allen Seiten angegammelt werde. Ich meine, ich laufe momentan absichtlich mit Kopfhörern durch die Welt und lasse die Dinger deutlich aus der Tasche hängen, damit ich mir nicht demnächst ein “Ich bin nicht wirklich zu haben”-Schild auf den Kopf kleben muss. Hilft aber alles nichts, und noch hat die Aufreißerphase nicht begonnen, die ich sonst immer nach Trennungen einlege. (Ich frage mich sowieso, ob sie dieses Mal kommen wird. Sie sollte es lieber lassen…)

- mir wurde Sex auf einem Dixiklo angeboten

- alternativ in einem Stundenhotel

- jemand sagte, ich hätte einen eleganten Gang

- tausend Versuche, mich in ein Gespräch zu verwickeln, das eher mit mir als mit ACTA zu tun hatte

Wtf?

Ja, ich finde mich auch heiß. Aber wtf? Gerade jetzt, wo ich wirklich gar kein Interesse habe… Gut, zum nächsten Event dieser Art hässlicher kommen. Gemerkt.

Entscheidung ist gefallen

Posted in Uncategorized on February 19, 2012 by ladybeckett

F. und ich hatten am Samstag ein Gespräch, bei dem mir alles klar geworden ist. Naja. Bei der sich die Entscheidung gefestigt hat. Die Entscheidung gegen ihn, heißt das.

Erstens, es liegt daran, was F. und ich uns zu sagen hatten. Da ist herausgekommen, dass er bei seiner Betrügerei noch sehr viel weiter gegangen ist, als er mir bislang gestanden hat. Obwohl ich laufend nachgefragt habe. Er hat mich immer wieder angelogen, und es ekelt mich richtig an… Ich glaube, jetzt ist der Zeitpunkt richtig, all das wegzuwerfen. Es hat in meinen Augen keinen Wert mehr, und das sehe nicht nur ich so. Mir ist einfach klargeworden, dass F. mich weder kennen noch lieben kann, so wie er spricht.

Zweitens, es liegt an meinem Verhalten. Ich habe genug männliche Freunde, um beurteilen zu können, wenn ich mich anders als sonst verhalte. Und seitdem ich mich dazu hinreißen lassen habe, mein Weihnachtswunder zu treffen, bin ich selber ziemlich erstaunt davon, wie anders ich mich benehmen kann, wenn es einfach… anders ist. Ich fand’s ziemlich striking, dass der mich einfach so berühren durfte. Ich habe mal darauf geachtet, ich bin ein einziges Mal ausgewichen und das ist eine verdammt gute Statistik. Tja, und dann auch noch all diese Gedankengänge. Mir ist aufgefallen, dass er gewisse Dinge an mir locker nimmt, mit denen ich ansonsten aus gutem Grund vorsichtig bin. Früher habe ich bei ihm so gut wie gar nichts durchscheinen lassen aus Angst, das könnte wieder alles kaputtmachen. Er wirkte so perfekt und wenn ich dagegen mein eigenes… Umfeld betrachtete, wirkte das so völlig zerrüttet, jedenfalls die Bestandteile daraus, die ich inzwischen beseitigt habe, aber trotzdem. Inzwischen lasse ich ihn all das sehen und er bemerkt es. Nein, er betrachtet das auch noch positiv. Der könnte echt mit mir klarkommen, wenn ich mir Mühe gebe.

Drittens – ich bin 21. Das ist nicht viel. Ich weiß. Aber für diese 21 Jahre ist sehr viel passiert. Ich habe die Zeit teilweise wenig sinnvoll investiert und bin Wegen gefolgt, die einfach nicht gut waren. Die ersten 18 Jahre habe ich damit verbracht, immer nur zu kämpfen und in Habachtstellung zu sein. Indem ich mich gewissermaßen für mein Weihnachtswunder entscheide oder auch nur dafür, mich darauf einzulassen, was auch immer daraus wird (bitte, bitte, lass es was werden, ich will das inzwischen >.<), würde ich zum ersten Mal etwas für mich tun. Weil es sich gut anfühlt, weil ich es will. Etwas ängstlich stimmt mich das schon, weil’s immer noch völlig in die Hose gehen kann. Aber so hätte ich vor Goris Tod noch nie entschieden. Und er ist irgendwie der richtige Mensch, um ihn in eine neue Herangehensweise mit rüberzuziehen. Mit ihm könnte es endlich schön werden, allein weil meine Einstellung zu der Sache passt.

… wtf?

Posted in Uncategorized on February 15, 2012 by ladybeckett

Ich habe gegen Abend hin angefangen, Papiermüll zu zerfetzen. Einfach so. Stundenlang.

Und mich nebenher mit meinem Weihnachtswunder für morgen verabredet. Eine gewisse Angst macht mir das alles ja schon. Da könnte einfach was… passieren.

Der Hase und ich haben danach darüber geredet – und der war zugegebenermaßen etwas besorgt. Aber eher wegen des Papiermülls. Sie hat ja Recht, das deutet bei mir üblicherweise darauf hin, dass etwas gerade ganz und gar nicht stimmt. Wer weiß. Vielleicht ist das ja ein Anzeichen dafür, was ich eigentlich weiß – ich sollte so langsam eine gewisse Entscheidung treffen.

Ohgawd! >.<

I’m nervous. Jetzt könnte alles so anders werden. Hilfe…

Gori – 1991-2012

Posted in Uncategorized on February 9, 2012 by ladybeckett

Gori… Diesen Namen liest man hier häufiger…

Sie war meine beste Freundin, seitdem wir uns 2001 kennen gelernt haben. Wir waren gerade aufs Gymnasium gekommen, sie war in einer anderen Klasse und aus irgendeinem mir bis heute nicht bekannten Grund unbeliebt. Meine erste Begegnung mit ihr war die, dass sie sich in der Aula in der Pause an mir vorbeischob und eine Mitschülerin eine blöde Bemerkung über sie machte. Sie tat mir in dem Moment irgendwie leid, seitdem fiel sie mir immer wieder mal auf.

2002 freundeten wir uns an. Wir wurden zufällig in Ethik in eine Gruppe gesteckt und stellten fest, dass wir uns prima miteinander verstanden. Sie stellte mich ihren Freunden vor, mit denen ich dann die Pausen verbrachte. Ich hatte seit ihr nie wieder das Gefühl, mit jemandem so auf einer Wellenlänge zu liegen.

Wir kamen in die gleiche Klasse, und ich muss wirklich nicht mehr viel erzählen. Wir schrieben irgendwann all die lustigen und dummen Sachen auf, die wir miteinander machten, daraus wurde ein 30-seitiges Dokument auf meiner Festplatte. Viel wichtiger als die alten Geschichten ist aber, wie ich für sie empfunden habe. Sie war meine beste Freundin, das gleich vorab. Aber ich habe sie geliebt und sie mich. Es war keine sexuelle Anziehung, obwohl sie bi war, wir liebten uns als Freundinnen und sie fragte sich manchmal selber, warum wir nicht einfach ein Paar wurden. Das hätte vieles einfacher gemacht. Sie war Familie, Freundin, und noch sehr vieles mehr in einer Person. Sie kannte mich besser als ich mich selbst, und vor allem akzeptierte sie mich, so wie ich war und bin. Egal, was ich tat, so dumm es auch war – sie war da und fing es auf. Oder machte alternativ mit, wenn sie merkte, dass es für mich richtig war.

Gestern war ich auf ihrer Trauerfeier. Ich wusste erst nicht, ob ich das will, aber mir haben so viele wichtige Leute dazu geraten, es zu machen, sodass ich letztendlich doch gefahren bin. Gori hat mich alles andere als allein hier zurückgelassen… All die Leute, mit denen ich aufgewachsen bin, waren da. Meine komplette Ersatzfamilie eben. Ich habe mich selten so… verbunden mit einer Gruppe gefühlt wie mit dieser. Die Begegnung mit ihren Eltern habe ich auch besser gemeistert, als ich dachte – einfach zusammenreißen, Augen zu und durch. Und dann waren da noch all die Leute, die ich auch von früher kenne, eher oberflächlich. Selbst für deren Anwesenheit war ich dankbar. War irgendwie ein komisches Gefühl, auch für sie. Sie kennen mich als jemanden, der so einen Haufen Probleme hat, dass jedes Tröpfchen das Fass zum Überlaufen bringt, wir standen uns immerhin vor sehr vielen Jahren nahe und haben uns dann aus den Augen verloren. Ich habe in diesen Augenblicken bemerkt, wie sehr ich mich selbst durch all das verändert habe. Goris Tod zieht alles andere als harmlos an mir vorbei, aber die Gäste waren vorsichtiger mit mir, als sie hätten sein müssen. Wahnsinn, wie sehr man am Tod der Liebsten selbst reift…

In gewisser Hinsicht war sie der einzige Mensch, den ich je wirklich geliebt habe. Wir hatten die Absprache, dass wir heiraten, wenn sie wieder gesund ist, auf Basis unserer Freundschaft eben. Ich hätte sie heiraten sollen, als sie noch hier war, so gerade noch wäre das gegangen und ich hätte es einfach machen müssen.

 

(Das nur am Rande… Mein Weihnachtswunder überzeugt mich immer mehr. Ich musste heute etwas auf meine Akkulaufzeit achten. Die Hinfahrt war der reinste Stress, alle hatten Verspätung und ich habe die Stunden in meinen eigenen Zügen damit verbracht, die Leute irgendwie zu koordinieren, die länger fahren mussten. Von daher haben wir nicht so viel wie sonst miteinander geschrieben, bis er sich bei mir gemeldet hat. Er hat mich dazu bekommen, die Ereignisse des Tages aufzuschreiben… Eigentlich wollte ich ihn da raushalten, das war nicht der richtige Moment für seine Anwesenheit. Dachte ich. Wir haben uns sowieso schon unter traumatischen Bedingungen kennen gelernt, er hatte da diese Situation, und ich hatte selber einen ziemlichen Knacks an dem Abend… So sollte das nicht beginnen, was wir uns gerade miteinander aufbauen, aber irgendwie… Ganz ehrlich. Muss eine Partnerschaft denn immer nur auf sexueller Anziehung und Sympathie beruhen? Mal davon abgesehen, dass ich gerne wüsste, wieso ich seinetwegen auf die Idee einer Beziehung komme… Irgendwie muss sie das nicht. Er war auf eine ganz andere Art und Weise da. Und ich habe bemerkt, dass ich ihn genau da haben wollte, wo er sich von ganz alleine positioniert hat. Ich beginne, ihm tiefes Vertrauen entgegen zu bringen, und es geht mir gar nicht so schlecht dabei wie sonst immer, wenn ich mich auf jemanden einlasse. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich gerade Gori verloren habe und mich jetzt so auf ihn… stürze… um das alles zu verdrängen. Aber ich werde schon dafür sorgen, dass sich das niemals nachteilig für ihn auswirkt. Er ist in meinem Leben, er hat’s geschafft. Das wäre eigentlich der Punkt, an dem ich Gori von ihm erzählen würde, das Ernsthaftigkeitslevel stimmt. Ich hoffe, sie weiß auch so von ihm, das wäre mir wichtig.)

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